Was kostet es, ein Auto zu folieren? Die echten Preise

Was eine Voll- oder Teilfolierung kostet, ob Sie selbst folieren oder eine Werkstatt beauftragen: der echte Preis der Folie und was der Arbeitslohn üblicherweise ausmacht.

Aktualisiert am 3. Oktober 2026 · 4 Minuten Lesezeit

Was kostet es, ein Auto zu folieren? Die echten Preise

Folieren ist der günstigste Weg, die Farbe Ihres Autos zu ändern oder ihm einen sportlichen Look zu geben, ohne Lackiererei. Auf die Frage „Was kostet das?“ gibt es aber mehrere Antworten: Ein Dach ist etwas ganz anderes als ein ganzes Auto, und Selbermachen etwas ganz anderes als die Werkstatt. In diesem Ratgeber finden Sie echte Preise – unsere für die Folie und die üblichen für das Verkleben –, damit Sie genau wissen, mit welchem Budget Sie rechnen müssen.

Die Preise auf einen Blick

Unsere Rollen sind 152 cm breit und werden nach Länge verkauft. So viel Folie brauchen Sie für die einzelnen Arbeiten an einem Pkw, das kostet die Folie, und das verlangt eine Werkstatt ungefähr für das Verkleben:

ArbeitFolieSelbst verklebtWerkstatt (ca.)
Spiegelkappen (beide)50 cm25,99 €60–120 €
Zierleisten innen50 cm–1 m25,99–44,99 €100–250 €
Chrome Delete (Fensterleisten)75 cm–1 m34,99–44,99 €150–350 €
Dach2 m (SUV: 3 m)69,99 € (89,99 €)200–400 €
Motorhaube2 m69,99 €150–300 €
Ganzes Auto15 m (SUV: 18–20 m)369,99 €1.500–3.000 €

Die Werkstattpreise sind Richtwerte: Jeder Folierer hat eigene Preise, die je nach Region und Fahrzeug stark schwanken. Lassen Sie sich immer ein Angebot mit und ohne mitgebrachte Folie machen.

Was den Preis beeinflusst

  • Die Fahrzeuggröße. Ein Kleinwagen braucht 13 bis 15 m, ein großes SUV bis zu 20 m. Mehr Fläche heißt mehr Folie und mehr Arbeitsstunden.
  • Schwierige Teile. Stoßstangen mit Gittern, Spiegel und Spoiler kosten die meiste Zeit. Ein Auto mit klaren Linien ist günstiger zu folieren als eines voller Rundungen und Lufteinlässe.
  • Das Finish. Bei uns kosten alle Standardfarben gleich viel, von matt über Carbon bis Chrom. Die Serie ICR® Premium ist etwas teurer (59,99 € statt 44,99 € pro Meter), weil sie sich besser dehnen lässt und exklusive Farbtöne bietet. Spiegelchrom ist außerdem heikler zu verkleben, und Werkstätten berechnen dafür oft mehr.
  • Die Türeinstiege. Wer beim Öffnen der Türen die alte Farbe nicht sehen will, muss auch die Einstiege folieren: 2 bis 3 m Folie mehr und etliche Stunden Arbeit.
  • Der Zustand des Lacks. Folie bildet alles ab, was darunter liegt. Rost, Steinschläge oder abblätternder Klarlack müssen vorher ausgebessert werden.

Selbst folieren oder Werkstatt?

Wenn Sie selbst folieren, zahlen Sie nur die Folie und etwas Grundwerkzeug: Filzrakel, Cutter mit feiner Klinge, Folierhandschuhe und, um ohne Klinge auf dem Lack zu schneiden, Schneideband. Mit Schneideband kostet das alles unter 60 €, ohne rund ein Dutzend Euro. Dazu brauchen Sie einen Heißluftföhn oder einen kräftigen Haartrockner.

Unser Tipp: Fangen Sie mit einem flachen, einfachen Teil an, etwa dem Dach oder der Motorhaube. Klappt das gut, machen Sie weiter. Wenn nicht: Viele Kunden kaufen die Folie bei uns und lassen sie von ihrer Stammwerkstatt verkleben – das ist günstiger, als das Material mit dem Aufschlag des Folierers zu bezahlen.

Und Lackieren?

Ein Auto fachgerecht und inklusive Einstiegen in einer anderen Farbe zu lackieren, kostet in der Regel 3.000 bis 6.000 € – und ist endgültig. Mit Folie zahlen Sie deutlich weniger, schützen den Originallack und können die Folie beim Verkauf oder wenn Sie sich sattgesehen haben einfach abziehen: Das Auto hat wieder seine Werksfarbe. Den Vergleich Punkt für Punkt finden Sie in Folieren oder Lackieren: was lohnt sich?

Fünf Tipps zum Sparen

  1. Die richtige Länge kaufen, mit etwas Reserve. Messen Sie jedes Teil und geben Sie an jeder Seite rund 10 cm zum Greifen dazu. Alle Maße finden Sie in Wie viel Folie brauche ich?
  2. Lieber eine große Rolle als mehrere kleine. In der 1-m-Rolle kostet der Meter 44,99 €, in der 5-m-Rolle rund 28 € und in der 15-m-Rolle unter 25 €. Und ein langes Stück erspart Ihnen Nähte.
  3. Alles in einer Bestellung. Ab 59,95 € ist der Versand gratis; fehlen Ihnen ein paar Euro, nehmen Sie Rakel oder Cutter dazu – die brauchen Sie ohnehin.
  4. Den einfachen Teil selbst machen. Dach, Motorhaube und Spiegelkappen schafft mit etwas Geduld jeder. Überlassen Sie der Werkstatt nur die Stoßstangen, wenn Sie sich nicht trauen.
  5. Erst an einem Reststück üben. Mit 25 cm (14,99 €) können Sie üben und die Farbe an Ihrem Auto sehen, bevor Sie loslegen.

Drei konkrete Beispiele

  • Schwarzes Dach für einen Polo oder Corsa: 2 m Schwarz glänzend (69,99 €) plus Rakel und Cutter: rund 79 € und ein Nachmittag.
  • Kompletter Sport-Look: Dach, Spiegelkappen und Chrome Delete in Carbon Premium: 3 m (89,99 €) und ein Wochenende.
  • Kompletter Farbwechsel eines Golf: 15 m Zementgrau (369,99 €) plus Werkzeug. In der Werkstatt, inklusive Verkleben, rund 1.800 bis 2.500 €.

Ändert sich durch die Vollfolierung die Hauptfarbe, müssen Sie das der Zulassungsstelle melden. Was genau zu tun ist, erklären wir in Ist Auto folieren erlaubt?

Häufige Fragen

Was kostet eine komplette Autofolierung?

Die Folie für einen Pkw, also rund 15 m Rolle mit 152 cm Breite, kostet 369,99 € in der Standardserie und 492,99 € in ICR® Premium. In der Werkstatt liegt der Gesamtpreis inklusive Arbeitslohn je nach Fahrzeug meist zwischen 1.500 und 3.000 €.

Ist Folieren günstiger als Lackieren?

Ja, meist deutlich: Ein Auto komplett in einer anderen Farbe zu lackieren, kostet 3.000 bis 6.000 €, eine Folierung in der Werkstatt 1.500 bis 3.000 €. Wenn Sie selbst folieren, zahlen Sie nur das Material.

Was kostet es, nur das Dach zu folieren?

Die Folie für das Dach eines Pkw, 2 m, kostet 69,99 €; für ein SUV 3 m für 89,99 €. Eine Werkstatt verlangt für das Verkleben meist 130 bis 300 €.

Wie lange dauert eine Vollfolierung?

Ein erfahrener Folierer braucht für ein ganzes Auto zwei bis drei Tage. Dach oder Motorhaube sind in ein bis zwei Stunden erledigt, Spiegelkappen in weniger als einer Stunde.

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